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Revolutionäre Kontaktlinse gegen trockene Augen – Mai 2024 Newsletter

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

🌟 Wir haben aufregende Neuigkeiten aus der Welt der Biomedizin für euch! 🌟 Das Team des Terasaki Institute for Biomedical Innovation (TIBI) hat einen revolutionären Kontaktlinsen-Prototypen entwickelt, der gezielt gegen das sogenannte „Contact Lens-Induced Dry Eye“ (CLIDE) vorgeht. Trockene Augen beim Tragen von Kontaktlinsen könnten damit bald der Vergangenheit angehören!

Von den 140 Millionen Kontaktlinsenträgern weltweit leiden 30%-50% an CLIDE. Die Ursache liegt in einem unzureichenden Tränenfluss von der äußeren Oberfläche der Kontaktlinse zur Oberfläche dahinter. Das führt zu übermäßiger Tränenverdunstung und all den Problemen, die mit CLIDE einhergehen.

Die herkömmlichen Behandlungsmethoden, wie Nachbenetzungstropfen, Gele, häufigerer Linsenwechsel oder Änderungen im Linsenmaterial, stoßen oft an ihre Grenzen. Auch Lidbehandlungen, wie Lidmassage und warme Umschläge, werden angewandt. In schwereren Fällen kann sogar die physische Stimulation der Tränendrüsen notwendig sein. Hier setzt das TIBI-Team an und präsentiert einen innovativen Ansatz.

🔬 Das Geheimnis liegt in einem Kontaktlinsen-Design mit Mikrokanälen, die den Tränenfluss erleichtern und so trockenen Augen vorbeugen. Der Druck, der durch normales Blinzeln entsteht, genügt, um diesen Fluss zu ermöglichen – externe Geräte sind nicht erforderlich.

Bei der Herstellung des Kontaktlinsen-Prototyps setzte das Team auf eine zeitsparende Methode: Der Linsenform wurde aus einer Silikonpolymermischung hergestellt, was ein einfaches Entfernen der Linse ermöglichte. Dies führte nicht nur zu hochwertigen Mikrokanälen, sondern auch zu Linsen, die dreißigmal dünner sind als ihre Vorgänger. Reservoirs am Ende jeder Mikrokanäle wurden für den Zu- und Abfluss von Flüssigkeiten integriert.

Innovative Techniken kamen auch bei der Umhüllung der Mikrokanäle in einer sandwichartigen Anordnung unter einer Decklinse zum Einsatz. Nachdem die Linsen dehydriert waren und sich krümmten, löste das Team das Problem, indem sie die Linsen mit wasserlöslichem Kleber fixierten. Dies ermöglichte nicht nur eine gleichmäßige Verbindung der Linsen, sondern schützte sie auch vor Schäden.

Nach intensiven Tests bezüglich Stabilität und Dichtheit wurden die Linsen Experimenten unterzogen, bei denen ein Gerät den künstlichen Druck eines blinzelnden Augenlids simulierte. Die effektivste Konfiguration für den Tränenfluss wurde gefunden: Mikrokanäle mit quadratischem Querschnitt, angeordnet in einem neuartigen Kreismuster auf der Linsenoberfläche.

Das Team hat erfolgreich gezeigt, dass ihre Linse Tränenfluss von der Oberfläche zur Unterseite der Linse leiten kann, um dem Trockenen-Auge-Syndrom entgegenzuwirken. Die nächsten Schritte könnten Tests an Tiermodellen und schließlich an Patienten sein.

👏 „Die innovativen Methoden unseres Teams bieten eine potenzielle Lösung für Millionen von Menschen“, sagt Ali Khademhosseini, der Direktor und CEO von TIBI. „Wir hoffen, unsere Bemühungen fortzusetzen und diese Lösung Realität werden zu lassen.“

Die Autoren dieses bahnbrechenden Projekts sind: Yangzhi Zhu, Elham Davoodi, Rohollah Nasiri, Shiming Zhang, Sourav Saha, Matthew Linn, Lu Jiang, Zhuohong Wu, Reihaneh Haghniaz, Jinjoo Kim, Marvin Mecwan, Heemin Kang, HanJun Kim, Vadim Jucaud, Mohsen Akbari, Anna Herland, Mehmet R. Dokmeci, Ehsan Toyserkani und Ali Khademhosseini.

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Bis bald,
Euer Augenexperte Ralf 👁️✨

https://www.sciencedaily.com/releases/2023/01/230130112431.htm

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