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Keratokonus: Wenn Spenderhornhaut neue Klarheit schenkt

Der Keratokonus ist eine Erkrankung, die die Hornhaut des Auges langsam ausdünnt und nach vorne wölbt, ähnlich wie ein schwacher Punkt in einer Glaskuppel. Das führt zu verzerrtem Sehen, erhöhter Blendempfindlichkeit und schliesslich zu einem deutlichen Verlust an Sehschärfe. Doch jetzt gibt es einen neuen Ansatz, der Hoffnung macht: CAIRS – corneale allogene intrastromale Ringsegmente.

Während bisherige Ringimplantate (ICRS) meist aus Kunststoff bestanden, werden CAIRS aus Spenderhornhautgewebe gefertigt. Sie sind somit biologisch verträglicher und integrieren sich harmonischer in das eigene Gewebe. Entwickelt wurde die Methode 2018 von der indischen Augenärztin Dr. Soosan Jacob und seither wächst das Interesse weltweit.

Eine neue Metaanalyse der Universitäts-Augenklinik Heidelberg, vorgestellt auf der Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) 2025, bestätigt nun den Nutzen:

Im Gegensatz zu synthetischen Implantaten, die gelegentlich Infektionen oder Gewebeauflösungen verursachen, zeigen CAIRS eine deutlich bessere Verträglichkeit – und könnten für viele Betroffene eine Alternative zur Hornhauttransplantation werden.

Fazit:
CAIRS sind ein Schritt in Richtung natürlicher Regeneration statt Ersatz. Die Kombination aus biokompatiblem Material, präziser Laserchirurgie und minimalem Risiko macht diese Methode zu einer der spannendsten Entwicklungen in der modernen Augenheilkunde.

Quelle:

Deutsches Ärzteblatt
Friedrich M. et al., Universitäts-Augenklinik Heidelberg / DOG 2025, Abstract Do09-01
David J. Apple International Laboratory for Ocular Pathology and IVCRC Heidelberg, 2025.

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Dein Augenfitness-Experte, Ralf C. Jann 👁️🌿

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