Keine Myopie (mehr) in Taiwan

In Taiwan hat es tatsächlich einige Studien gegeben, die gezeigt haben, dass Verhaltensänderungen in Schulen und Bildungseinrichtungen zu einer Reduktion der Myopieprävalenz bei Kindern führen können.

Eine dieser Studien ist die „Intervention Study for the Prevention of Myopia“ (ISPM), die von 1999 bis 2003 in Taiwan durchgeführt wurde. In dieser Studie wurden Verhaltensänderungen in Schulen und Bildungseinrichtungen eingeführt, wie z.B. Reduktion der Hausaufgabenzeit, Erhöhung der Pausenzeit im Freien und Implementierung von speziellen Augenübungen. Die Studie ergab, dass die Inzidenz der Myopie bei Kindern in der Interventionsgruppe signifikant geringer war als in der Kontrollgruppe.

Eine weitere Studie aus Taiwan ist die „Prevalence of Myopia and Associated Risk Factors in a Rural Area of Taiwan“ (2005). Diese Studie untersuchte die Prävalenz von Myopie bei Kindern in ländlichen Gebieten Taiwans und stellte fest, dass die Prävalenz bei diesen Kindern signifikant niedriger war als bei Kindern in städtischen Gebieten Taiwans. Die Autoren schlugen vor, dass dies auf die Tatsache zurückzuführen sein könnte, dass Kinder in ländlichen Gebieten mehr Zeit im Freien verbringen und weniger intensive schulische Aktivitäten haben.

Es gibt auch andere Studien, die ähnliche Ergebnisse zeigen und darauf hinweisen, dass Verhaltensänderungen in Schulen und Bildungseinrichtungen ein wirksamer Ansatz sein können, um die Prävalenz von Myopie bei Kindern zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Myopie eine multifaktorielle Erkrankung ist und dass die Exposition gegenüber natürlichem Tageslicht immer noch als einer der wichtigsten Faktoren bei der Prävention von Myopie gilt.


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